Auf die Weide – fertig – los!

Die Tage werden länger, die Temperaturen wärmer – Grund genug, die Kühe wieder auf die Weide zu treiben. Doch was muss beachtet werden? Beeinflusst Weidehaltung die Milchleistung wirklich? Und welche ökonomischen Vorteile bringt die Weidefütterung?

Vorbereitung auf den Weideauftrieb

Es ist von großer Wichtigkeit, dass Kühe auf den Weideauftrieb vorbereitet werden. Vor dem Auftrieb werden sie mit Silage gefüttert und plötzlich auf die frische, zuckerhaltige Weide getrieben. In diesem Zeitraum kann es vorkommen, dass Teile der Herde enorme Verdauungsprobleme bekommt. Im Vorfeld sollte die Menge an Grassilage- und Maissilage im Futterplan gesenkt werden sowie Milchleistungsfutter reduziert werden. Um den Übergang möglichst gut und sanft zu gestalten, sollte „angefüttert“ werden oder die Tiere kürze auf der Weide grasen zu lassen, damit sie sich an das frische Gras gewöhnen können.
Im Vorfeld muss auch die Weidefläche auf Qualität und Mängel überprüft werden, um gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen. Feuchtstellen sollen umzäunt und unzugänglich gemacht werden, um eine hohe Parasitenbelastung zu vermeiden. Auf gleichbleibende Qualität des Futters in ausreichenden Mengen sollte geachtet werden. Die Grasaufwuchshöhe bei Koppelweide sollte zwischen 15 bis max. 20 cm betragen. Bei Kurzrasenweidehaltung sind deutlich niedrigere Aufwuchshöhen notwendig – 7– 14 cm (je nach Pflanzenbestand und Jahreszeit). Eine Aufwuchshöhe von 35 – 40 cm entspricht der von Hochleistungstieren geforderten Futterqualität nicht.[3]

Richtige Zeit für den Weideauftrieb

Ein früher Weideauftrieb ist aus einem ökonomischen Blickwinkel besonders wichtig, da die Weideperiode ausgedehnt wird. Somit kann das Ertragspotential voll ausgeschöpft und der Wiederaufwuchs begünstigt werden. Auch Jungvieh sollte frühzeitig an den Weidegang gewöhnt werden. So wird die Futteraufnahme gesteigert, weil die Tiere besser in der Lage sind, die Grünlandbestände intensiv abzuweiden.[1]

Ökonomischer Aspekt der Weidehaltung

Bis vor kurzem wurde die Stallhaltung der Weidehaltung vor allem aus ökonomischen Gründen immer vorgezogen. Dies hing mit dem Aufwand und der Milchleistung zusammen. Im Stallbetrieb war die Milchleistung bei vergleichbarem Aufwand deutlich höher als bei der Weidefütterung, doch wird die Weidehaltung aufgrund des großen Interesses der Verbraucher an ökologisch nachhaltiger und tiergerechter Produktion von Lebensmittel wieder attraktiver.
Besonders im Sommer kann richtig durchgeführte Weidehaltung zu deutlichen Ersparnissen beim Füttern führen. Weidegras ist weiterhin das günstigste Futtermittel und steht teuren Alternativen qualitativ meist in nichts nach. Auch die Tiergesundheit wird durch die frische Luft und die Bewegung sowie die Futteraufnahme im natürlichen Kontext positiv auf die Tiergesundheit aus. Auch bringt Weidehaltung niedrigere Arbeitskosten mit sich, denn der Aufwand für Ernte, Fütterung und Reinigen des Futtertischs entfällt.[4] Jedoch darf der Landwirt nicht vergessen, auf das Futterangebot zu achten. Futter muss stets konstant vorhanden sein, um der schwer kontrollierbare Futteraufnahme auf der Weide entgegenzuwirken.[2]

Im nächsten Artikel über Weideauftrieb und Weidehaltung werden die Vor- und Nachteile aufgezeigt und wie smaXtec dabei helfen kann Weidehaltung ertragreich zu gestalten. Seien Sie gespannt!

[1] https://www.topagrar.com/archiv/Mit-Weidewirtschaft-die-Kosten-senken-165654.html
[2] http://www.agrarnetz.com/thema/weidehaltung
[3]https://www.landwirt.com/Weide-Management-fuer-Milchkuehe—Was-kann-und-soll-die-Weide-leisten,,277,,Bericht.html
[4] https://www.agrarheute.com/tier/rind/weidehaltung-nachteile-522922

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