Die Rolle von smaXtec bei Verfütterung von Silage

Wie aus Gras Silage wird - im zweiten Teil des Schwerpunktes Silage berichten wir über den Silierproess und die Rolle von smaXtec bei der Verfütterung von Silage.

Im vorigen Artikel beschäftigten wir uns mit dem ersten Schnitt und der damit in Zusammenhang stehenden Futterqualität. Im zweiten Teil berichten wir über den Silierprozess und welche große Rolle smaXtec bei der Verfütterung von Silage spielt.

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Zeit zum Silieren – die Weiterverarbeitung

Der richtige Schnittzeitpunkt wurde bestimmt, der Pflanzenbestand wurde geschnitten und nun wartet das Gemähte darauf weiterverarbeitet zu werden. Neben einem zeitgerechten Schnitt ist auch das Anwelken ein wichtiger Faktor, der berücksichtigt werden sollte. Vieles kann die Futterqualität beeinflussen. Gras mit zu langer Verweildauer auf dem Feld (über 35 Stunden) und auch angeregnetes Futter weisen einen verringerten Zuckergehalt auf. Ist die Feldliegezeit zu lange, wird nicht nur der Zuckergehalt beeinflusst, sondern auch der Bröckel- und Auswaschverlust gesteigert. [1] Zusätzlich variiert der Zuckergehalt je nach Tages- und Nachtzeit. Der Gehalt ist besonders an sonnigen Nachmittagen/Abenden vor kalten Nächten und in den ersten Morgenstunden nach kalten Nächten sehr hoch.

Das Gras für Rindersilage sollte auf ca. 35 bis 40% TM (Trockenmasse) angewelkt werden. Dadurch wird die Vergärbarkeit verbessert. Vorsicht ist jedoch geboten, denn zu starkes Anwelken (über 40% TM) erschwert die Verdichtung und verringert die Gärungsintensität, weil Wasser auch den Milchsäurebakterien als Transportmittel dient. Auch Nasssilagen unter 28% TM sind zu vermeiden, denn erst über diesem Wert gibt es keine Sickersaftbildung mehr. Je feuchter die Silage, umso größer die Gefahr der Buttersäuregärung. Zusätzlich kann Gärsaftverlust zu Fehlgärungen führen. [1] Sollte es jedoch Regnen, ist es notfalls besser die Silage „nass“ (niedriger Trockensubstanzgehalt) einzufahren, als verregnetes Erntegut später hereinzubringen. [3]

Wie kann die Qualität von „nasser“ Silage verbessert werden?

Das Einfahren von nicht trockenem Erntegut mit niedrigem Trockensubstanzgehalt sollte vermieden werden, gibt es jedoch keine andere Möglichkeit sollten folgende Dinge beachtet werden: Nasse Silage hat einen schlechteren Strukturwert als trockene Silage. Eine Erhöhung der Häckselllänge auf acht Zentimeter kann diesen Nachteil ausgleichen. Der niedrige Zuckergehalt von Nasssilage kann durch das Zumischen von Melasse ausgeglichen werden, da die Nährstoffe dieses Sirups beim silieren kaum verloren gehen. Melasse kann auch eingesetzt werden, wenn das Gras zu stark angewelkt wurde und verbessert so den Gährverlauf. Es können jedoch auch Melasse- oder Trockenschnitzel mit einsiliert werden, um auf diesem Weg die Silage zu „trocknen“. [3]  Auch Siliermittel können beigefügt werden, um eine bessere Qualität der Silage zu erzielen.

Wringprobe und andere Indikatoren

Um kein Risiko einzugehen, kann der Trockensubstanzgehalt des gemähten Grases bereits auf dem Feld per Hand bestimmt werden. Bei feuchtem Gras formen Sie einen Ball in der Hand und pressen diesen fest zusammen. Bei bereits gut angewelktem Gras (mehr als 30% TS) soll ein Strang geformt werden und dieser kräftig gewrungen werden. Je nach Saftaustritt kann der Trockensubstanzgehalt bestimmt werden:

Weniger als 20% Trockensubstanz: Starker Saftaustritt bei leichtem Händedruck
30% TS: Saftaustritt zwischen den Fingern, Hände werden nass
35% TS: kein Saftaustritt, Hände werden noch feucht
40% TS: Nach dem Wringen noch schwaches Feuchtgefühl auf den Händen
Über 45% TS: Hände bleiben völlig trocken. [3]

Gute Silage riecht aromatisch-brotartig, ist wie bereits oben erwähnt kaum feucht und hat eine grüne bis leicht bräunliche Farbe. Der pH-Wert kann durch die Verwendung eines Indikatorpapiers gemessen werden.  Gute Silage weist einen pH-Wert unter 4,8 auf.  Auch die Temperatur wird gemessen. Dies geschieht mit Hilfe eines Kompostfühlers. Normalerweise liegen die Temperaturen unter 20°C; kritisch sind Temperaturen über 25°C in tieferen Schichten (30 bis 50 cm). [1][4]

Jedoch kann der Trockensubstanzgehalt nicht nur von Hand gemessen werden, sondern der Gehalt kann auch vom Häcksler automatisch bestimmt werden.

Einbringen der Silage

Sind alle nötigen Vorkehrungen abgeschlossen und der richtige Trockensubstanzgehalt erreicht, kann die Silage eingebracht werden. Eine rasche Befüllung des Silos ist besonders wichtig, jedoch muss auch ausreichend Zeit gegeben sein, um das Futter ordentlich fest zu walzen. Außerdem soll mit einem möglichst schweren Schlepper oder Radlader festgefahren werden, denn beim Walzen zählt nur das Gewicht und nicht die Geschwindigkeit. Wichtig ist, dass der Schlepper maximal vier km/h fährt. Besonders zu achten ist auf die Verdichtung der Kanten des Silos, damit keine Luft in die Zwischenräume kommt und so keine Probleme auftreten.

Ist das Silo vollständig befüllt, muss es sofort abgedeckt werden, auch wenn am darauf folgenden Tag weitergearbeitet wird. [3]

smaXtec und Gestaltung des Fütterungsmanagements

Doch wie kommt jetzt smaXtec ins Spiel? Mit Hilfe des smaXtec Premium Bolus ist es zusätzlich zu den Funktionen des Basic Bolus (individuelle Tiergesundheit und Reproduktion) möglich den Fütterungsstatus der Tiere sowie den Gesundheitszustand der gesamten Herde im Überblick zu behalten.

Bei einer Umstellung der Fütterung oder beim Verfüttern von „frischer“ Silage hilft smaXtec durch die Messung des pH-Werts im Pansen. Somit bekommen Sie einen sofortigen Einblick in die Auswirkungen der Fütterung. Außerdem erhalten Sie wichtige Informationen über die Pansengesundheit und über Konditionen im Stall, zum Beispiel ob das Futter in ausreichender Frequenz zur Verfügung gestellt wird.

Der Premium Bolus wird üblicherweise bei 6-10% der Herde eingesetzt und gibt Ihnen so Rückschlüsse auf die gesamte Herde.

Möchten Sie mehr Informationen über unsere Produkte? Kontaktieren Sie uns noch heute!

[1] https://sbg.lko.at/zeit-zum-silieren-und-zwar-richtig+2500+2176670

[2] https://www.ballensilage.com/schnittzeitpunkt/

[3]  https://www.topagrar.com/archiv/Den-ersten-Schnitt-in-24-Stunden-silieren-146394.html?action=download.

[4] https://www.lko.at/mmedia/download/2013.03.27/1364389632902197.pdf

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