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Subakute Pansenazidose: Folgen und Maßnahmen zur Vorbeugung

Wie auch bei vielen anderen Krankheiten gilt bei SARA, dass Vorbeugen besser als Heilen ist. Den Grundbaustein legt eine wiederkäuergerechte Fütterung, um die Übersäuerung im Pansen und dessen Folgeproblem zu verhindern. Die Folgen sind oft schwer vorhersehbar, doch können sowohl für Tier als auch den wirtschaftlichen Erfolg verheerend sein.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit Maßnahmen zur Vorbeugung von SARA und den Folgen diese Krankheit. Am Ende wird noch einmal deutlich gemacht, wie hilfreich das smaXtec System zur Erkennung, Vorbeugung und Behandlung von subakuter Pansenazidose ist.

Maßnahmen zur Vorbeugung von und bei Verdacht auf SARA

Prophylaxe ist bei subakuter Pansenazidose essentiell, da nur selten eine individuelle Behandlung notwendig ist. Meist wird eine subakute Pansenazidose durch Fütterungsfehler hervorgerufen. Daher ist es essentiell, die Fütterung regelmäßig zu überprüfen und einige Eckpfeiler zu berücksichtigen:

  • Tägl. Kraftfuttermenge auf mehrere Teilgaben aufteilen
  • Kraftfuttermengen pro Kuh und Tag überprüfen und an Milchleistung anpassen
  • Vermeidung von hohem Gehalt an rasch abbaubarer Getreidestärke
  • Puffersubstanzen, wie z.B. Natriumbicarbonat, in stärkereichen Rationeneinsetzen
  • Überprüfung von Fasergehalt und Verdaulichkeit in der Gesamtration
  • Vorsicht bei zu rascher Anfütterung frischlaktierender Kühe
  • Permanenten Zugang zu Grundfutter (wie Heu und Silage) ermöglichen [1][2]

Allerdings ist eine wiederkäuergerechte Fütterung besonders bei Milchleistungen über 45 Liter pro Tag eine riesige Herausforderung. Ein gutes Fütterungskonzept und -management ist notwendig. Unter einer optimalen Rationsgestaltung und Fütterungstechnik wird verstanden, dass die Tiere ausreichend mit Rohfaser versorgt werden. Zusätzlich muss der Grenzwert leicht löslicher Kohlenhydrate (Zucker, Stärke max. 25 % in der Trockenmasse) eingehalten werden. [2]

Die durch smaXtec pH Plus gemessenen pH-Werte geben Aufschluss über die Fütter. Der Landwirt kann dadurch sein Fütterungsmanagment verbessern und optimieren. Außerdem gibt der Bolus Hilfestellung bei der Gestaltung von bedarfsgerechten Rationen. Besonders hilfreich ist die pH-Wert Messung im Pansen bei Rationsumstellungen und Futtermittelauswahl.

Folgen und Folgeerkrankungen von SARA

Die Folgen von subakuter Pansenazidose sind meist nur schwer abzuschätzen und zu erfassen, da sie sich mit zeitlichem Abstand darstellen (z.B. Lahmheit in Folge von Klauenrehe) oder in einem Erkrankungskomplex mitwirken (z.B. bei Stoffwechselerkrankungen. [3] Keinesfalls zu unterschätzen sind auch die wirtschaftlichen Einbußen verursacht durch die Krankheit.

Subakute Pansenazidose übt einen negativen Einfluss auf den Gesundheitszustand und die Leistung von Milchkühen aus. [2] Es wird zum Beispiel mit einer Verringerung der Futtereffizienz von etwa 10 % gerechnet. Gründe hierfür sind der schlechtere Energieumsatz und die geringere Bildung von Protein im Pansen. [3] Außerdem kommt es aufgrund der gesteigerten Bildung von Propionsäure zu einem Abfall des Milchfettgehaltes und Verfettung der Tiere. [4]

Zu den Folgeerkrankungen von SARA gehören:

  • Pansengeschwüre/Entzündung der Pansenschleimhaut: Übertritt von Säuren und Giftstoffen/Krankheitserregern in die Blutbahn
  • Bildung von Leberabszessen
  • Klauenrehe und Sohlengeschwüre
  • Lahmheit
  • Ketose [4]
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Höheres Vorkommen von Infektionserkrankungen wie Mastitis oder Gebärmutterentzündungen [3]

Zwar ist es im Einzelfall nur schwer nachzuweisen, doch aufgrund der zentralen Rolle des Pansens im Stoffwechsel des Rindes hat SARA Einfluss auf die Gesamtgesundheit der Tiere. [3]

Die finanziellen Einbußen, die Pansenazidose verursachen, können auch nur schwer abgeschätzt werden, es wird jedoch damit gerechnet, dass aufgrund einer Reduktion der Futtereffizienz Kosten bei der Fütterung in Höhe von etwas 30 ct pro 100 kg Milch verursacht werden. Zusätzlich kann es in Folge von vermehrten Lahmheit, Stoffwechselerkrankungen und Infektionen zu Verlusten von insgesamt 1,00 bis 2,00 € pro 100 kg Milch kommen. [3]

smaXtec und SARA

Besonders bei Früherkennung von SARA ist das smaXtec System hilfreich. Mit Hilfe des Bolus werden unverfälschte Daten erhoben, die direkt Aufschluss über das Fütterungsmanagement und die Pansengesundheit geben. smaXtec analysiert den pH-Wert im Netzmagen und gibt dem Landwirt Hinweise auf ein erhöhtes Pansenazidose-Risiko.

Landwirte werden mittels „Risiko einer SARA“-Alarm darüber informiert, bei welche Tieren innerhalb der letzten 24 Stunden ein erhöhtes Azidoserisiko festgestellt wurde. Auch im Dashboard des smaXtec Messenger ist ersichtlich wie viele bzw. welche Tiere ein Azidoserisiko aufzeigen. Dies ermöglicht dem Landwirt in einem frühen Stadium einzugreifen und einen schlimmen Krankheitsverlauf zu umgehen.

Hier sehen Sie eine Beispielkurve einer Kuh mit Azidoserisiko, erkannt durch smaXtec ph Plus.

Screenshot einer Beispielkurve für SARA

Die rote Kurve stellt die Aktivität dar, die blaue die Temperature und die grüne Kurve dne pH-Wert. smaXtec sendete hier einen Alarm für erhöhtes Azidose Risiko, weil der pH-Wert wiederholt unter 5,8 gesunken ist.

 

 

[1] https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/rinderhaltung/fuetterung/acidosen.htm

[2] https://www.bauernblattsh.de/nachrichten/betriebsfuehrung/details/news/pansenazidose-wenn-sauer-nicht-mehr-lustig-macht.html

[3] https://www.elite-magazin.de/subakute-pansenazidose-risikofaktoren-und-folgen-9283489.html

[4] https://www.kuhgesundheit.de/2013/06/25/subaktue-pansenazidose-sara-saurer-pansen-mit-folgen/

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