Heiß, heißer, Hitzestress

Rinder sind ursprünglich Herdentiere aus der kalten Klimazone. Deshalb liegt die Wohlfühltemperatur für Rinder zwischen 7°C und 17°C. Schnell kann es dazu kommen, dass die heißen Temperaturen in den Sommermonaten für Kühe zur enormen Belastung werden. Wie erkenne ich Hitzestress an meinen Tieren? Welche Auswirkungen haben zu hohe Temperaturen? Und wie kann mir smaXtec dabei helfen frühzeitig einzugreifen? Lesen Sie in diesem Artikel mehr darüber.

Rinder sind allgemein relativ kältestabil, jedoch nur wenig hitzeresistent. An Sommertagen mit über 30°C Außentemperatur und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 35% bis 50% kommt es bei Milchkühen oftmals zu einer massiven Erhöhung der inneren Körpertemperatur als auch der Oberflächentemperatur. [1] 

Häufige Symptome und Folgen von Hitzestress

Steht die Kuh unter Hitzestress treten oftmals die folgenden Symptome auf:

  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Erhöhte Atemfrequenz (>80/min); starkes Schnaufen oder sogar Hecheln sind deutlich erkennbar
  • Kopf und Hals gestreckt; Maulatmung
  • Tiere stehen vermehrt in der Nähe von Fenstern, Toren oder anderen besser belüfteten Plätzen; Kühe drängen sich um Tränken
  • Die Kühe sind inaktiv und stehen viel; die Liegezeiten verringern sich
  • Geringere Futteraufnahme (bei 26°C ca. 5% weniger, bei 35°C bis zu 20% weniger) [1] [2]

Die hypothermische Belastung führt zu schwerer Belastung der Tiere und kann schwere Auswirkungen zur Folge haben:

  • Aufgrund des Rückgangs der Futteraufnahme steigt die Gefahr der Ketose bei Hochleistungstieren.
  • Wassermangel, da Kühe auch bei genügend Angebot zu wenig Wasser aufnehmen;
  • Der Milchharnstoffgehalt steigt.
  • Die Milchleistung geht zurück.
  • Der Milchfettgehalt sinkt.
  • Die Zellzahl in der Milch steigt, da Kraftfutter bevorzugt und Grundfutter zu wenig gefressen wird.
  • Die Fruchtbarkeit leidet. Die Kühe zeigen keine deutlichen Anzeichen einer Brunst und die Trächtigkeitsrate sinkt; Erhöhung der Verwerfungsrate
  • Bei anhaltender Hitze kommt es vermehrt zu Mastitis, Klauenrehe und Pansenübersäuerung
  • Auswanderung von pathogenen Keimen aus dem Verdauungstrakt (E. coli)

Bei sehr starkem Hitzestress kann es zu wesentlich gravierenderen Problemen führen, bis hin zu Todesfällen. [1]

Wie wird Hitzestress gemessen?

Mit Hilfe des Temperatur-Humiditäts-Index, kurz THI, kann der Hitzestress erfasst werden. Diese rechnerische Funktion setzt sich aus Umgebungstemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit zusammen:

THI = (Absolute Temperatur °C) + (0,36 * Taupunkt-Temperatur °C) + 41,2

Das Ergebnis kann interpretiert werden, um auf möglichen Hitzestress zu schließen.

  • THI ≥ 72: beginnender Hitzestress
  • THI ≥ 78: deutliche Hitzebelastung
  • THI ≥ 82: schwerer Hitzestress [1]

smaXtec und Hitzestress

Die Infrastruktur des smaXtec Systems beinhaltet nicht nur Base Station, Repeater und Boli, sondern auch einen Climate Sensor, der Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Stall misst. Somit haben Sie auch die äußerlichen Einflüsse immer im Blick. Der Climate Sensor berechnet den THI automatisch und überträgt diesen in den Messenger, wo er in einem Diagramm angezeigt wird. Ist der THI erhöht, so erhalten Sie eine Benachrichtigung auf Ihr Smartphone oder Tablet.

In Kombination mit den Daten der Boli, zum Beispiel Körpertemperatur, können zuverlässige Rückschlüsse auf Hitzestress gezogen werden.

Hier sehen Sie ein Beispiel, das veranschaulicht wie smaXtec Hitzestress im Messenger abbildet:

[1]  https://www.raumberg-gumpenstein.at/cm4/de/forschung/publikationen/downloadsveranstaltungen/finish/1905-nutztierschutztagung-2014/16737-hitzestress-bei-milchkuehen.html.

[2] https://ooe.lko.at/media.php?filename=download%3D%2F2018.05.28%2F1527498566400128.pdf&rn=Hitzestress%20bei%20K%C3%BChen.pdf.

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