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Fieber messen bei Milchkühen: effektive Methode zur Überwachung der Tiergesundheit

Die Körpertemperatur von Kühen ist ein präziser Gesundheitsindikator. Eine abweichende Körpertemperatur ist häufig das erste Anzeichen akuter Erkrankungen. Eine Veränderung der Körpertemperatur tritt bereits auf bevor andere Symptome, wie ein Rückgang der Milchmenge, hinzukommen.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Veränderung der Körpertemperatur bei Milchkühen und warum eine kontinuierliche Messung für eine frühzeitige Krankheitserkennung unabdinglich ist.  Zusätzlich gehen wir auf Beispielkurven, die Temperaturerhöhungen oder -erniedrigungen zeigen, näher ein. Das smaXtec System macht Sie frühzeitig auf Veränderungen aufmerksam, damit Sie umgehend Maßnahmen einleiten können.

Unterschiedliche Körpertemperatur bei Milchkühen

Eine genau Bestimmung der Normaltemperatur von Rindern gibt es nicht. In der Literatur kommen jedoch folgende Werte häufig vor und gelten somit als Richtwerte:

  • Kälber: 38,5 bis 39,5 Grad Celsius
  • Jungrinder: 38,0 bis 39,5 Grad Celsius
  • Erwachsene Tiere: 38,3 bis 38,8 Grad Celsius

Als Fieber bezeichnen wir eine Körpertemperatur, die höher als der genannte Normwert ist.

Natürlich kann es auch vorkommen, dass die Körpertemperatur unter den Normwerten liegt. Zu diesem Zeitpunkt leiden die Tiere an Untertemperatur, auch Hypothermie genannt. Von Hypothermie spricht man, wenn eine Körpertemperatur unter 37,5 Grad Celsius gemessen wird. [1]

Erhöhung der Körpertemperatur

Ein Tier leidet an Fieber, wenn die Kerntemperatur des Körpers erhöht ist. Hier setzt der Körper einen Prozess in Gang bei dem er schädliche Eindringlinge wie Viren, Bakterien und Parasiten besser bekämpfen kann. Stress und akute Mängel äußern sich außerdem rasch über die Veränderungen der Körpertemperatur.

Fieber ist ein natürlicher Abwehrmechanismus des Körpers und sollte nicht grundsätzlich als etwas Negatives gesehen werden. Zum Beispiel hilft eine erhöhte Körpertemperatur, bestimmte Prozesse im Organismus zu beschleunigen. [2] Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass rasch unterstützende Maßnahmen getroffen werden oder in weiterer Folge das Tier die nötige Behandlung bekommt.

Eine erhöhte Körpertemperatur kann auf Folgendes hinweisen:

  • Infektion (Bakterien, Viren, …)
  • Entzündungen (Gebärmutter, Euter, Lunge, …)
  • Brunst
  • Stresssituation (Hitze, Geburt, Transport, …) [2]

Leidet das Tier an einer Virusinfektion reagiert der Körper normalerweise mit Fieber, damit die weißen Blutkörperchen die Erreger schneller bekämpfen können. Eine Erhöhung der Körpertemperatur ist häufig das erste Anzeichen einer Infektionskrankheit und kann ebenfalls durch Toxine, die in den Blutkreislauf gelangt sind, verursacht werden. Auch ein lokal infiziertes Klauengelenk kann zu Fieber führen, wenn die Eitererreger in den Blutkreislauf einbrechen. [1]

Erniedrigung der Körpertemperatur

Tritt eine Untertemperatur auf, ist es ein Hinweis darauf, dass Prozesse im  Körper nicht normal verlaufen. [2] Der Körper versucht sehr lange, ein Absinken der Temperatur zu verhindern. Durch Muskelzittern kann er Wärme produzieren und einer Hypothermie entgegenwirken. Gelingt es dem Organismus nicht mehr den Wärmeverlust zu kompensieren, sinkt die Körpertemperatur messbar ab. [3]

Eine Untertemperatur kann schnell lebensbedrohlich werden. Landwirte müssen auf einen solchen Zustand sofort reagieren. Besonders Kühe, die an Gebärparese (Milchfieber) erkranken, kommen schnell in ein gefährliches Stadium. [3] Maßnahmen umfassen Calcium-Gaben, Infusionen, Rotlichtlampen, Decken, Umstallen oder dicke, trockene Einstreu. [1]

Eine niedrige Körpertemperatur kann auf Folgendes hinweisen:

  • Gebärparese (Milchfieber)
  • Nahende Abkalbung
  • Mangelnde Energieversorgung
  • Verdauungsstörungen [2]
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Ketose)

Eine krankhafte Erniedrigung der Körpertemperatur kann auftreten, wenn Rinder auf dem Transport oder der Weide lange windig nasskaltem Wetter ausgesetzt waren. Auch Zugluft im Stall, hoher Blutverlust oder beginnende komatöse Zustände, wie zum Beispiel bei schwerem Milchfieber, können Gründe für krankhafte Untertemperatur sein. [1] Die Körpertemperatur sinkt auch kurz vor einer anstehenden Abkalbung merklich ab.

Kontinuierliche Temperaturmessung statt punktuellem Fieber messen

Die Temperaturdaten der Kuh werden besonders im Zeitverlauf aussagekräftig. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass kontinuierlich eine Temperaturmessung durchgeführt und der Verlauf auch dokumentiert wird.  Nur so können Anzeichen für Erkrankungen frühzeitig erkannt und richtig interpretiert werden.

Fieber messen ist ein großartiges Frühwarnsystem und sollte routinemäßig auf jedem Betrieb durchgeführt werden. Doch bei einer größeren Kuhanzahl ist der zeitliche Aufwand bei regelmäßiger Überwachung der Temperatur enorm. Zusätzlich ist es entscheidend, bei Temperaturveränderungen die „Vorgeschichte“ des Tieres zu kennen und zu berücksichtigen. Eine genaue Aufzeichnung ist dabei sehr hilfreich.

Besonders in kritischen Phasen ist es wichtig, bei Milchkühen Fieber zu messen. Es kann jedoch passieren, dass man kurze Fieberschübe nicht bemerkt, wenn man 2 – 3 Mal täglich Fieber misst. Nur durch kontinuierliche Beobachtung des Temperaturverlaufs ist es möglich, auch kurzweilige Temperaturveränderungen zu erkennen und dem betroffenen Tier entsprechend mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Fieber in allen Laktationsphasen erkennen 

Fieber messen bei frischlaktierenden Kühen ist auf den meisten Betrieben Standard, doch durch kontinuierliches Temperatur messen können Krankheiten auch bei Tieren in anderen Phasen der Laktation erkannt werden.

smaXtec Kunden berichten beispielsweise, dass das System Lungenentzündungen bei Trockenstehern, die normalerweise nicht unter Beobachtung stehen, erkannt hat. Dadurch konnten sie früher behandelt werden und benötigten weniger Medikamente. Das smaXtec System gibt Ihnen also die Sicherheit, wirklich alle Tiere im Blick zu haben.

Wie smaXtec kontinuierlich die Temperatur überwacht

Der smaXtec Bolus im Vormagen der Kuh misst die Körpertemperatur kontinuierlich und im 10-Minuten-Takt. Die Sensorposition bietet eine präzise und unverfälschte Messung in Echtzeit. Durch Einsatz des smaXtec Systems ersparen sich Landwirte das händisch Fieber messen. So kann Zeit gespart werden und der zeitliche Verlauf der Temperatur jedes Tieres ist jederzeit verfügbar. Dadurch kann schnell auf Krankheiten oder Gründe für die Temperaturveränderung geschlossen werden.

Der smaXtec Bolus ermöglicht nicht nur die frühzeitige Erkennung von Krankheiten und Abkalbung mittels kontinuierlicher Temperaturüberwachung, sondern bietet Landwirten auch die Möglichkeit die Regeneration ihrer Tiere zu beobachten.

Hier finden Sie Beispielkurven aus dem smaXtec Messenger, die Ihnen verdeutlichen wie vielseitig das System ist. Sowohl eine erhöhte als auch erniedrigte Temperatur wird vom Bolus sofort erkannt, wodurch eine Reaktion in einem frühen Stadium möglich ist.

Erhöhte Temperatur: Mastitis

Früherkennung: smaXtec erkennt eine kurzzeitige Abweichung der Körpertemperatur vom Normalzustand bereits circa 36 Stunden vor dem Auftreten von klinischen Anzeichen (z.B. Flocken in der Milch).

Vorteile für unsere Kunden: Sie können schnell reagieren und den Einsatz von Antibiotika reduzieren. Milchverlust und Folgeschäden, wie zum Beispiel der Verlust eines Euterviertels, können damit minimiert werden.

Screenshot einer Beispielkurve aus dem smaXtec Messenger die eine Mastitis aufzeigt

Erniedrigte Temperatur: Gebärparese bzw. Milchfieber

Früherkennung: Das smaXtec System erkennt frühzeitig die typischen Anzeichen der Erkrankung wie Bewegungsunlust und leicht fallende Körpertemperatur. Bei Fortschreiten der Erkrankung kommt es zum Festliegen der Kuh.

Vorteile für unsere Kunden: smaXtec erkennt die Aktivitätsminderung und den für Stoffwechselerkrankungen typischen Temperaturabfall. Somit können Sie frühzeitig reagieren. Durch ein schnelles Einschreiten können Folgekrankheiten vermieden werden.

Screenshot einer Beispielkurve (Milchfieber) aus dem smaXtec Messenger

Abkalbeerkennung

Eine Abkalbung beginnt typischerweise mit einer Absenkung der Körperinnentemperatur einige Stunden vor der Geburt. Dieses charakteristische Absinken der Körpertemperatur wird vom smaXtec System erkannt und ein Abkalbealarm wird generiert.

Vorteile für unsere Kunden: Sie erhalten eine Frühwarnung vor der Abkalbung, um notwendige Schritte, wie beispielsweise Vorbereitung der Abkalbebox, einzuleiten. Tiere, die ein erhöhtes Risiko für Gebärparese haben, können vorab mit ausreichend Calcium versorgt werden. Außerdem ist eine gezielte Überwachung des Kalbeverlaufs möglich.

Screenshot einer Beispielkurve (Abkalbung) aus dem smaXtec Messenger

Sie möchten das System auf Ihrem Betrieb nutzen? Kontaktieren Sie uns hier!

 

[1] https://www.kuhgesundheit.de/2016/06/27/fiebermessen-im-rinderstall/

[2] https://www.landwirtschaft.sg.ch/home/landwirtschaftliches/Beratung/Tierhaltung/rindvieh/_jcr_content/Par/downloadlist/DownloadListPar/download_12.ocFile/Merkblatt_Fiebermesser.pdf

[3] https://die-fruchtbare-kuh.ch/herde/die-herde-kontrollieren-kontrollpunkte/koerpertemperatur-messen/

[4] Weiß et al. 2005: Tierproduktion

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