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Brunsterkennung bei Milchkühen: der Schlüssel zum Erfolg

Die Fruchtbarkeit der Kühe ist ausschlaggebend für den finanziellen Erfolg eines Betriebes. Der Besamungszeitpunkt ist essenziell, jedoch wird es immer schwieriger Brunstzustände zu erkennen. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Brunstphasen und -anzeichen. Zusätzlich erklären wir Ihnen die Vorteile der Brunsterkennung mit smaXtec sowie eine Beispielkurve.

Weibliche Rinder werden zwar mit ca. 7 bis 10 Monaten geschlechtsreif, jedoch sollten sie aber erst später besamt werden. Das erste Mal wird mit etwa 18 bis 20 Monaten besamt. Ist eine Kuh brünstig, ist sie paarungsbereit und kann trächtig werden. Der Brunstzyklus beträgt ca. drei Wochen, das heißt in regelmäßigen Intervallen von 21 Tagen wird eine Kuh das ganze Jahr hinweg brünstig. Eine Brunst dauert bis zu 1 ½ Tagen.  [1]  Werden die Tiere zu früh belegt, leidet oft ihre eigene Entwicklung und im schlimmsten Falle auch die des ungeborenen Kalbes. Der optimale Belegezeitpunkt hängt vom Alter, der Rasse und von der Körperkondition der Kalbinnen ab. So zeigen Untersuchungen, dass Färsen mit einem Lebendgewicht von 520 kg bei der Abkalbung ein um 800 kg höhere Milchleistung in der ersten Laktation zeigen, als Kalbinnen mit einem Lebendgewicht von nur rund 420 kg zum Zeitpunkt der Abkalbung.  Ein zu späte Erstbelegung, beispielsweise mit rund 27-28 Monaten wiederum führt wegen möglicher Verfettung der Eierstöcke zu geringeren Trächtigkeitsraten. [3]

Das Erkennen der Brunst und die zeitnahe Besamung sind daher essentiell für die Wirtschaftlichkeit des Betriebes.

Die unterschiedlichen Brunstphasen und Brunstanzeichen

Um den richtigen Besamungszeitpunkt bestimmen zu können, ist es wichtig den Beginn der Brunst so rasch wie möglich zu erkennen. Je nach Brunstphase kann man sich an typische Brunstsymptome orientieren. In den unterschiedlichen Phasen einer Brunst verändern sich die Anzeichen und das Verhalten der Kühe. Man unterscheidet vier Phasen.

  1. Die Vorbrunst

Das ist die Periode, in der erstmals brunstbedingte Verhaltensänderungen auftreten. Vermehrtes Beschnuppern und Aufspringen auf andere Tiere, erster Brunstschleim bildet sich (noch zäh und dickflüssig). Die Kuh hält Milch zurück.

Diese Phase dauert ungefähr sechs bis zehn Stunden.

  1. Die Hauptbrunst

Auf die Vorbrunst folgt die Haupt- oder auch Hochbrunst. Die Brunstsymptome verstärken sich. Das Tier „steht“ und lässt den Aufsprung anderer Tiere zu. Außerdem kommt es zu erhöhter Unruhe und eventuell zu vermehrtem Brüllen. Das Tier frisst weniger. Ein klarer, dünner Schleim ist erkennbar an der Schwanzunterseite.

Dieser Abschnitt dauert ungefähr 18 Stunden und am Ende dieser Phase liegt der beste Zeitpunkt, um die Kuh zu besamen.  Der Eisprung erfolgt bei den meisten Rindern am Ende der Hauptbrunst, wo sich die meisten Brunstsymptome bereits abschwächen zeigen. Somit ist der optimale Besamungszeitpunkt im letzten Drittel der Brunst, ca. 10-12 Stunden nach Beginn.

  1. Die Nachbrunst

In der Nachbrunst beginnt die Begattungsbereitschaft abzuklingen und äußere sowie innere Brunstsymptome verschwinden. Der Schleim ist mittlerweile stark und sehr zähflüssig.

  1. Die Zwischenbrunst

Die Zwischenbrunst ist die längste Phase des Brunstzyklus und dauert etwa 14 Tage. In diesem Abschnitt treten keine Brunstsymptome auf. [1] [2]

Brunsterkennung mit dem smaXtec System

Tierbeobachtung ist die einfachste Form der Brunsterkennung, doch viele Landwirte kennen das Problem: Je mehr Tiere, desto weniger Zeit bleibt und umso schlechter ist die Brunsterkennung. Der finanzielle Erfolg eines Betriebes hängt jedoch stark von der Fruchtbarkeit der Kühe ab. Der Zeitpunkt der Besamung ist ausschlaggebend, allerdings wird es immer schwieriger Brunstzustände zu erkennen. Das hat mehrere Gründe: Hochleistende Kühe zeigen immer weniger Anzeichen einer Brunst, die bei visueller Beobachtung oft auch nicht erkannt werden. Außerdem findet die Brunst bei vielen Kühen in der Nacht statt. Über 70 % der Tiere beginnen in der Nacht mit der Brunst, daher ist regelmäßiges Monitoring der Tiere unerlässlich um den Brunstbeginn und in weiterer Folge den optimalen Besamungszeitpunkt bestimmen zu können. [3]  Auch bei steigenden Herdengrößen wird die Brunsterkennung aufgrund der größeren Anzahl an Kühen und der begrenzten Zeit schwieriger.

Hier kann smaXtec helfen. Die automatische und zuverlässige Brunsterkennung durch Aktivitätsmessung basiert auf dem Erkennen von charakteristischen Veränderungen von Verhaltens- bzw. Bewegungsmustern während der Brunst. Durch die kontinuierliche Messung bietet das System Brunsterkennung rund um die Uhr, was einige Vorteile mit sich bringt.

Reduzierter Zeitaufwand

Bei einer visuellen Brunstbeobachtung müssen viele Faktoren berücksichtigt und viel Zeit eingeplant werden. Man sollte die Herde vier Mal täglich mindestens 15 Minuten in der Ruhephase zu beobachten, um den besten Erfolg zu erzielen. Das bedeutet einen enormen Zeitaufwand für Landwirte. Mit dem smaXtec System ist keine visuelle Beobachtung durch den Landwirt notwendig, da der smaXtec Messenger eine Benachrichtigung versendet, sobald Kühe im richtigen Stadium des Zyklus eine erhöhte Bewegungsaktivität zeigen.

Finanzieller Vorteil

Mit smaXtec erhalten Sie rund um die Uhr tierindividuelle Informationen, die Früchte tragen: Nutzer von smaXtec bestätigen, dass dank des Systems die Fruchtbarkeitsleistung steigt und die Zwischenkalbezeit kürzer wird. smaXtec berechnet eine optimales Besamungsfenster, wodurch Sie eine bessere Konzeptionsrate und eine kürzere Güstzeit auf Ihrem Betreib erzielen können.

Gewissheit nichts zu versäumen

Aufgrund der Genetik und Fütterung zeigen Kühe nur noch kurz Brunstsymptome. Dadurch ist es für Landwirte schwieriger eine Brunst zu bestimmen. Darüber hinaus zeigen die Tiere Anzeichen oft nachts. Besonders in den Sommermonaten können deutliche Brunstanzeichen häufig nur in der Nacht beobachtet werden. Tagsüber ist den Kühen meist zu heiß, um sich zu verausgaben. smaXtec gibt Ihnen die Sicherheit keine Brunst zu versäumen und somit Ihre Tiere im richtigen Moment zu besamen.

Das ideale Besamungszeitfenster dank smaXtec

Das smaXtec System erkennt nicht nur Brunstzustände Ihrer Tiere, sondern ermittelt zusätzlich den optimalen Besamungszeitpunkt für Sie. Sobald ein Brunstalarm gesendet wird stellt das System Ihnen Informationen zum Besamungszeitpunkt zur Verfügung.

Das Besamungszeitfenster besteht aus mehreren Phasen, wobei zu Beginn noch kein genauer Zeitpunkt angezeigt wird. Das genau Zeitfenster wird angezeigt sobald das System es korrekt errechnet hat. Das Besamungsfenster öffnet sich acht Stunden nach Erreichen der Hauptbrunst.

smaXtec Beispielkurve Brunsterkennung

Das smaXtec System erkennt eine Brunst anhand der typischen Veränderung in der Aktivität der Kühe. Am angeführten Beispiel stieg die Bewegungsaktivität (rote Kurve = Bewegungsaktivität) am 5. Juni stark, sodass eine Brunst-Benachrichtigung gesendet wurde. Nach Erreichen der Hauptbrunst zeigt das System dem Nutzer das Besamungszeitfenster mit dem optimalen Besamungszeitpunkt an. wurde das Besamungsfenster freigegeben. Der optimale Besamungszeitpunkt für das Tier lag am 6. Juni zwischen 5:16 Uhr und 11:16 Uhr. Diese Zeitspanne ist in der Benachrichtigung grün gekennzeichnet. Nach Erreichen des roten Punktes empfiehlt smaXtec auf eine Besamung zu verzichten.

 

Screenshot aus dem smaXtec Messenger mit einer Brunst.

Screenshot eines Besamungsfensters aus dem smaXtec Messenger.

 

Sind Sie auch daran interessiert smaXtec auch auf Ihrem Betrieb einzusetzen, um von der Brunsterkennung und allen anderen Funktionen des Systems zu profitieren? Dann kontaktieren Sie uns noch heute!

 

[1] https://www.bauernhof.net/enzyklopaedie/brunst-bruenstige-kuh/

[2] https://www.raumberg- gumpenstein.at/cm4/de/forschung/publikationen/downloadsveranstaltungen/finish/2750-2415-tempsens/26820-methoden-der-brunsterkennung-beim-rind.html

[3] Weiß, J.; Pabst, W.; Strack, K.-E. und Granz, S. (2005): Tierproduktion. 13., überarbeitete Auflage. Stuttgart: Parey Verlag.

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