Höhere Milch­leistung und weniger Emissionen

smaXtec customer Michael Jünck in the barn.

Innovative Technologien tragen dazu bei, die Milchproduktion zu optimieren und gleichzeitig die CO₂-Emissionen zu senken. Das zeigt ein gemeinsames Best-Practice-Projekt von Krone, Siloking und smaXtec. Der Praxisversuch auf dem Milchviehbetrieb Jünck in Nordrhein-Westfalen lieferte beeindruckende Ergebnisse.

Das Ziel des Projektes: die gesamte Produktionskette der Milcherzeugung vom stehenden Grashalm bis zu dessen Verwertung über die Kuh hinsichtlich Effizienz und CO2-Emissionen zu optimieren. Jeder Schritt des Prozesses wurde präzise dokumentiert – von Maschineneinstellungen und Trocknungsverläufen bis hin zu Erträgen, Futterzusammensetzung sowie Treibstoffverbräuchen und den damit verbundenen CO₂-Emissionen.

Optimierte Grassilage als Grundlage

Die Basis einer effizienten und nachhaltigen Milchproduktion liegt in hochwertigem Grundfutter. Durch den gezielten Einsatz moderner Erntetechnik von Krone konnte auf 30 Hektar Zwischenfruchtgras hochwertiges Grundfutter geerntet und innerhalb von zwei Tagen einsiliert werden. Bei einem Gesamtertrag von 723 t und einem Dieselverbrauch in Höhe von 1574 l lag der CO2-Ausstoß bei umgerechnet nur bei 5,77 kg/t Futter.

Mit einem Trockensubstanz-Gehalt von 32 bis 35 % und einer Häcksellänge zwischen 8 und 12 mm wurde eine Silage mit hohem Futterwert produziert. Die Analysen nach dem 8-wöchigen Silierprozess zeigten beeindruckende Ergebnisse. Der Gesamtmilcherzeugungswert (kg Milch pro t Futter) übertraf den bundesweiten Durchschnitt des ersten Schnitts 2024 um gut vier Prozent. Auch die NDF-Verdaulichkeit nach 30 Stunden (NDFd30) lag mit ca. 67 % um mehr als 11 % über dem Durchschnitt.

Ich bin begeistert! Ich hätte nie gedacht, dass eine so kurze Häcksellänge und das präzise Monitoring derart beeindruckende Ergebnisse liefern können. Die Grassilage ist aromatisch, von höchster Qualität – und die Kühe lieben sie!

Michael Jünck, 250 Kühe, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Perfekt gemischte Totalmischration

Mit dem Fütterungsprogramm „Siloking Feeding Management“ wurde das Grundfutter mit weiteren Komponenten zu einer bedarfs- und leistungsbezogenen Totalmischration optimiert. Das System übertrug dies direkt auf den selbstfahrenden Futtermischwagen von Siloking, der das Futter an die 250 Kühe verfütterte. Er überzeugt durch eine geringe Beladeabweichung von weniger als 2,4 % und einem geringen Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich 1,05 l/t TMR.

Dank des smaXtec pH Bolus konnte die Mischgenauigkeit über den gesamten Fütterungszeitraum hinweg überprüft werden. Die pH-Amplitude der Kühe in der Frühlaktation lag konstant im optimalen Bereich.

Bolus-Technologie für maximale Fütterungseffizienz

Eine zentrale Rolle im Projekt spielte der smaXtec pH Bolus. Dieser misst kontinuierlich wichtige Parameter wie die innere Körpertemperatur, Wiederkautätigkeit, pH-Werte und Fermentationsprozesse direkt im Netzmagen. Auf Basis dieser wertvollen Informationen konnte der Landwirt die Fütterung prüfen und gezielt verbessern. Durch diese laufenden Anpassungen entsteht ein geschlossener Kreislauf: Jede Rückmeldung wird direkt für den nächsten Optimierungsschritt genutzt. So wird sichergestellt, dass die Fütterungsstrategie kontinuierlich verbessert und an die Bedürfnisse der Tiere angepasst wird.

Besonderes Augenmerk lag auf der pH-Überwachung, da dieser die Fermentationsbedingungen beeinflusst und somit eine zentrale Rolle bei der Methanbildung spielt. Die Optimierung der Grassilage und die verbesserte Verdaulichkeit der NDF-Werte führten dazu, dass der durchschnittliche Pansen-pH-Wert von 6,4 bis 6,5 auf konstant 6,1 gesenkt werden konnte. Die Folge: eine verbesserte Futtereffizienz und eine Steigerung der Milchleistung um bis zu neun Prozent – und das bei gleichbleibender Milchqualität mit 3,95 % Fett und 3,45 % Eiweiß.

Die Erkenntnisse des Versuchs haben mich motiviert, meine gesamte Häckselkette, den Silierprozess und die Fütterung konsequent auf die für meinen Betrieb optimalen Werte auszurichten. Das Ergebnis: spürbare Verbesserungen unserer Produktionskennzahlen.

Michael Jünck, 250 Kühe, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Effiziente Milchproduktion mit weniger CO₂-Emissionen

Das Praxisprojekt zeigt deutlich: Die Kombination aus hochwertigen Futtermitteln, fortschrittlicher Technik und präzisem Monitoring verbessert nicht nur die Futterverwertung und Milchleistung, sondern reduziert auch den CO₂-Ausstoß pro Liter Milch.

Dabei ist es entscheidend, die gesamte Produktionskette – von der Ernte über die Fütterung bis hin zur Verdauung – datenbasiert zu analysieren und zu optimieren. Nur so können Landwirte gezielt Maßnahmen ergreifen, die nicht nur den CO₂-Ausstoß pro Kilogramm Milch reduzieren, sondern ihnen auch wirtschaftliche Vorteile bringen.

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